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Was ist eine Krise?
Was kann ich in der Krise
noch tun?

Unter einer Unternehmenskrise wird eine Gefährdung des Fortbestehens eines Unternehmens oder eines wesentlichen Geschäftsbereichs verstanden.

Das Institut der Wirtschaftsprüfer unterteilt in seinem Standard IDW S6 einen idealtypischen Krisenverlauf in folgende Phasen:

 

Nach Durchlaufen einiger oder gar aller Krisenphasen steht die Insolvenzreife.

Mit zunehmenden Krisenverlauf nimmt Handlungs- und Zeitdruck zu und die Anzahl der Handlungsoptionen verringern sich. Um eine wirkliche Entscheidungsfreiheit über den geeignetsten Sanierungsweg zu haben, ist daher eine frühzeitige Beratung über die Möglichkeiten zu empfehlen.

Unsere Kompaktangebote für die Krisenberatung

Stakeholderkrise

Als Stakeholder bezeichnet man einen Anspruchsberechtigten, der ein Interesse am Wohl und Wehe des Unternehmens hat. Das sind neben Gesellschaftern und Management auch die Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Kreditgeber, etc.

Meinungsverschiedenheiten, die in Entscheidungsschwäche und in Effizienzverlusten münden, sind oft erste Anzeichen einer Stakeholderkrise. Diese frühe Krisenphase wird zumeist von den Beteiligten noch nicht als der Beginn einer Krise wahrge-nommen.

Der Schlüssel zur Lösung liegt zumeist in verbesserter Kommuni-kation und Auflösung verhärterter Fronten durch Mediation.

Halb 12 -

Wir können die Probleme noch in Ruhe besprechen

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Strategiekrise

Die Strategiekrise beschreibt Schwächen in der strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Sich verändernde Märkte und Rahmenbedingungen verlangen eine regelmäßige Überprüfung der Strategie und des Geschäftsmodells. Unterbleibt dies, werden Chancen nicht genutzt und Risiken übersehen. Wettbewerbsvorteile schwinden und Marktanteile sinken.

Obgleich bereits in einer solch frühen Phase Gegenmaßnahmen angezeigt wären, wird dies von den Stakeholdern selten so früh initiiert. Als Gegenmaßnahmen kommen Initativen zur strategischen Neuausrichtung oder zur Anpassung des Geschäftsmodells in Betracht.

20 vor 12 -

Wir sollten uns mal gemeinsam Gedanken über die Zukunft machen

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Produkt- und Absatzkrise

In dieser Phase sinken nicht nur die Marktanteile, sondern auch die absoluten Absatzmengen.  Die Wettbewerbsfähigkeit von Produkten und Leistungen ist oft nur noch bedingt gegeben. Es bestehen Qualitätsmängel oder es werden keine auskömmlichen Deckungsbeiträge mehr erzielt. Zumeist resultieren daraus bereits rückläufige Gewinne. Es sind Entscheidungen über das Produktportfolio oder gar über das ganze Geschäftsmodell zu treffen.

Auch in der Produkt- und Absatzkrise vertraut das Unternehmen zumeist auf seine Selbstheilungskräfte. Es besteht zumeist noch kein signifikanter Druck unternehmensfremder Stakeholder, die ein energischeres Eingreifen einfordern würden.

Gerade jetzt sollten Sie vorsorgend Beratung einholen, bevor es andere von Ihnen einfordern.

Viertel vor 12 -

Jetzt sollten wir uns dringend mal die Zahlen näher ansehen

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Erfolgskrise

Ohne Eingreifen geht die Produkt- und Absatzkrise in eine Erfolgskrise über. Es entstehen erste Verluste, das Eigenkapital vermindert sich, die Innenfinanzierung stößt an ihre Grenzen. In dieser Phase fordern die Kreditinstitute häufig erste Restrukturierungsmaßnahmen ein. In dieser sog. "außergerichtlichen Restrukturierung" benötigen die Finanzierer zumeist ein BGH-festes Sanierungsgutachten (oft auch nach dem sog. Standard IDW S6). Soweit in dieser Phase bereits eine drohende Zahlungs-unfähigkeit vorliegt, bestehen auch die alternative Sanierungsmöglichkeiten, z.B. anhand des   Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmens (StaRUG) oder anhand einer Sanierung unter Insolvenzschutz (Eigenverwaltung und Schutz-schirm).

10 vor 12 -

Es wird Zeit, einen versierten Berater hinzuziehen.

 
 

Liquiditätskrise

Ohne Gegenmaßnahmen mündet eine nachhaltige Erfolgskrise in eine Liquiditätskrise. Die Option einer weiteren Fremdfinanzierung ist zumeist massiv beeinträchtigt.

In dieser Phase besteht die konkrete und akute Gefahr einer Zahlungsunfähigkeit und damit eines Übergangs in die Insolvenzreife. Sofern eine Zahlungsunfähigkeit nur droht und noch nicht eingetreten ist, bestehen noch die gleichen Optionen wie in der Erfolgskrise Neben der klassischen außergerichtl. Restrukturierung sind Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmen (StaRUG) sowie Sanierung unter Insolvenzschutz (Eigenverwaltung und Schutzschirm) möglich.

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Es besteht akuter Handlungsbedarf - jetzt müssen ein Experte ran

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Insolvenzreife

Unter Insolvenzreife versteht man die Erfüllung der Kriterien für eine Insolvenzantragspflicht.

Als verpflichtende Antragsgründe gelten in Deutschland die Zahlungsunfähigkeit und die Überschuldung. Bei einer nur drohenden Zahlungsunfähigkeit besteht ein Recht zur Insolvenzantragstellung, jedoch keine Pflicht.

Bei einer vorliegenden Insolvenzantragspflicht verengt sich der Handlungsspielraum, aber auch dann bestehen noch berechtigte Sanierungschancen, insbesondere bei Nutzung der insolvenzrechtlichen Instrumente zum Zwecke der Sanierung. Als Sanierungsoption bleibt u.a. eine Sanierung unter Insolvenzschutz (Eigenverwaltung) oder ein Regelinsolvenzverfahren.

Punkt 12 Uhr -

Auch jetzt bestehen noch Chancen auf Rettung

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In welcher Krisenphase sich Ihr Unternehmen auch immer befindet, wir stehen Ihnen kompetent und engagiert zur Seite - Anruf genügt.

Kompaktangebot I:
Handlungsoptionen in der Krise

(2-3 Berater-Tagewerke, abh. von Komplexität)

 

Fokus:

  • Prüfung auf Insolvenzantragspflichten

  • Analyse des Krisenausmaßes und der Krisenursachen

  • Abschätzung des Sanierungs- und Restrukturierungsaufwands

  • Erarbeitung verschiedener Sanierungsoptionen und Bewertung der quantitativen und qualitativen Effekte

  • Verständliche Dokumentation der Analysen und Ergebnisse für die weitere Entscheidungsfindung.

Kompaktangebot II: Fortbestehensprognose

(2-3 Berater-Tagewerke, abh. von Komplexität)

Fokus:

  • Prüfung auf Insolvenzantragspflichten

  • Erstellung einer integrierten Businessplanung, ggf. auf Basis bestehender Planungsunterlagen

  • Berücksichtigung von Chancen und Risiken sowie alternativen Planungszenarien

  • Verständliche Dokumentation der Analysen und Ergebnisse für die weitere Entscheidungsfindung.